The News
Lohnen sich Stromspeicher und Selbstverbrauch? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: 1A-Johann Sandler   
Sonntag, den 22. Juni 2014 um 14:05 Uhr

In Deutschland ist zurzeit kein Argument zu doof / blöd, um nicht gegen erneuerbare Energien ins Feld geführt zu werden. Die Energiewende sei zu teuer, die Versorgung zu unsicher, die Technik noch nicht ausgereift und der Zubau gehe zu schnell. Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist freilich, dass sie intelligent und möglichst frei von Partikularinteressen gestaltet wird. Der Umbau muss rasch organisiert werden, denn wir haben – wie der jüngste Weltklimabericht wieder einmal deutlich gemacht hat – nicht unendlich viel Zeit. Die Bundesregierung propagiert zwar verbal die Energiewende, aber faktisch bremst sie diese ganz im Sinne der alten Energiewirtschaft aus und verschläft die Zukunft mit falschen und unhaltbaren Argumenten.

 

Aber auch Branchenfunktionären muss man gelegentlich durch Fakten widersprechen. Jahrelang galt der Grundsatz, dass Speichern von Solarstrom und Eigenverbrauch nicht ökonomisch sei. Interessanter sei es, den Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Diese Überlegung war etwa bis vor einem oder zwei Jahren noch richtig. Im Jahr 2.000 gab es noch über 50 Cent pro KWh Solarstrom und der Strom aus der Steckdose kostete etwa 12 bis 15 Cent.

 

Doch heute haben wir eine völlig andere Preissituation. Der Strom aus Kohle und der Atomstrom kosten jetzt bis zu 30 Cent und die Kilowattstunde Solarstrom können wir für etwa zehn Cent selber produzieren. Jetzt rechnen sich also das Speichern und der Eigenverbrauch bei heute installierten PV-Anlagen. Und Jörg Meyer, Geschäftsführer des BSW-Solar hat unrecht, wenn er in einem Interview am Rande der Intersolar-Messe erklärt: „Auch heute rechnen sich Speicher noch nicht. Durch Kostendegression werden wir aber erleben, dass wir zur Wirtschaftlichkeit kommen.“ Der Solarverband erwarte, dass es zwischen 2015 und 2017 soweit sei.

 

Lieber Jörg Meyer. Ich höre von Fachleuten in der Praxis genau das Gegenteil. Die Kostendegression sei bereits eingetreten und viele von uns, die heute Anlagen und Batterien installieren bestätigen mir das. Wenn jetzt immer mehr ihren selbsterzeugten Strom mit Hilfe von Batterien selbst verbrauchen, dann erleben wir auch – ähnlich wie bisher bei der Produktion von PV-Strom – eine rasche Kostendegression bei Batterien oder wie früher bei Handys oder PCs. Umgekehrt: Jede Verzögerung des Selbstverbrauchs führt zu einer Verzögerung der Kostensenkung.

 

Die herkömmlichen Strompreise werden immer teurer. In den letzten Jahren sind sie im Schnitt pro Jahr um sechs Prozent gestiegen. Realistischer weise müssen wir mit einer nochmaligen Verdoppelung bis 2025 rechnen. In dieser Zeit lohnt es sich also, immer weniger Solarstrom ins Netz einzuspeisen und immer mehr selbst zu verbrauchen. Diese Strategie wird immer preiswerter, die Akkus immer billiger und Braunkohle- und Atomstrom immer teurer. Seit etwa 2013 wird der Eigenverbrauch immer attraktiver.

 

Der grafische Vergleich verdeutlicht diese Überlegung nochmal.

http://www.senec-ies.com/upload/bildergalerie/Grafiken/strompreisentwicklung.jpg
Vergleich der EEG Einspeisevergütung für Photovoltaiksysteme mit einer installierten
Leistung von 10 kWp mit den Haushaltsstrompreisen in Deutschland.
Quelle:
Senec-ies

Fünf Vorteile gilt es jetzt zu erkennen:

  • Erstens: Eigenverbrauch lohnt sich schon jetzt
  • Zweitens: Die Stromversorgung ist auch beim Netzausfall sicherer
  • Drittens: Die Akkus werden immer besser und preiswerter
  • Viertens: Viele Hersteller geben bereits sieben Jahre Garantie für Akku und Elektronik aus einer Hand.
  • Fünftens: Meine Verbrauchsdaten habe ich über Laptop oder Smartphone immer im Blick. Die jetzt angebotene Akku-Technik wird schon seit Jahrzehnten in der Industrie eingesetzt und ist bewährt.

Quelle: Franz Alt

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. November 2014 um 10:02 Uhr
 
Sonne und Wind statt Fracking oder Putins Gas PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: 1A-Johann Sandler   
Sonntag, den 13. April 2014 um 06:21 Uhr

 

Deutschland (und auch Österreich) ist von Putins Gas so abhängig wie Putin von deutschem Geld und von der deutschen Wirtschaft. Ein scharfer Sanktionskurs gegenüber Russlands Ukraine-Politik sei nicht möglich, weil uns Putin sonst den Gashahn zudreht, heißt es in Berlin. Einen Gaskrieg mit Russland können und wollen wir also nicht riskieren. Naheliegend wäre es, die Energiewende mit heimischer Sonne, heimischem Wind, heimischer Bioenergie, heimischer Wasserkraft und heimischer Erdwärme zu forcieren. Die Lösung liegt direkt vor der Haustür.

Doch stattdessen wird in Berlin zunehmend eine andere „Lösung“ diskutiert, die noch vor einem Jahr niemand so richtig wollte: Gasgewinnung durch Fracking.  Also durch Einpressen von Chemie-Wasser-Cocktails in die Erde.

 

Nicht nur CDU-Politiker wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs und CSU-Politiker wie Peter Ramsauer favorisieren die Fracking-Option, auch Energieminister Sigmar Gabriel zeigt sich seit neuestem „interessiert“, „man muss das neu beurteilen“ wird er in der TAZ zitiert.

 

Doch die Erfahrungen in den USA und in Kanada mit Fracking sind nicht nachahmenswert. Probebohrungen, der Aufbau der Infrastruktur, sowie notwendige Verbindungen zum Gas-Netz machen deutlich, dass selbst in etwa zehn Jahren nur geringe Anteile des deutschen Gaskonsums durch Schiefergas ersetzt werden könnten. Die ganz große Begeisterungswelle für Fracking ist auch in den USA bereits abgeebbt.

 

Die nüchterne Erkenntnis: Fracking lohnt sich nicht.

 

Die ausländischen Investitionen in Schiefergas und Schieferöl sind zwischen 2011 und 2013 um mehr als 80% zurückgegangen. Große US-Fracking-Firmen sind überschuldet. Umweltschützer warnen weltweit vor den Gefahren für das Grundwasser, vor allem in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland. Fracking ist aufwendig, teuer und nicht umweltverträglich.

 

Deshalb ist der Vorstand der Münchner Ludwig-Bölkow-Stiftung, Werner Zittel, auch davon überzeugt, dass Fracking keine wirkliche Alternative zum russischen Gas sei. Die hierzulande förderbare Menge, so Zittel, fiele kaum ins Gewicht, höchstens ein Prozent.

 

Die heimischen erneuerbaren Energieträger, die uns unendlich, umweltfreundlich und kostengünstig zur Verfügung stehen, werden zur Zeit in Berlin und Brüssel verantwortungslos unterschätzt, während die alten Energieträger immer noch grandios überschätzt werden. © Franz Alt 2014

 
Werden Elektroautos ein Erfolg? PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 23. März 2014 um 06:30 Uhr

In Norwegen verkauft sich der Elektrosportwagen Tesla seit über einem halben Jahr besser als der VW-Golf. Er ist zurzeit das meist gekaufte Auto in Norwegen. Der Tesla S ist so begehrt, dass Norweger für einen gebrauchten Tesla mehr Geld ausgeben als für Neuwagen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. März 2014 um 06:44 Uhr
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EU-Parlament unterstützt "Strom- und Wärmeerzeugung in kleinem und kleinstem Maßstab" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: 1A-Johann Sandler   
Montag, den 16. September 2013 um 15:00 Uhr

EU-Parlament verabschiedet Resolution zu "Strom- und Wärmeerzeugung in kleinem und kleinstem Maßstab"

16. September 2013 | von: Sun Invention Ltd.

Straßburg, Berlin, 16. September 2013. Das EU-Parlament in Straßburg hat am 12. September einen Entschließungsantrag zur „Strom- und Wärmeerzeugung in kleinem und kleinstem Maßstab“ (2012/2930(RSP)) verabschiedet und die wesentliche Bedeutung der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab zur Zielerreichung im Hinblick auf erneuerbare Energien bekräftigt.

In der Resolution stellt das EU-Parlament fest, dass sich die Energieflüsse und damit verbundene Verluste vermeiden lassen, sofern die in Kleinstanlagen erzeugte Energie unverzüglich und vor Ort verbraucht wird. Diese und andere Vorteile der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab seien jedoch zu wenig bekannt: Daher fordert die Kommission die Mitgliedsstaaten auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Lösungen im Bereich der Stromerzeugung im kleinsten Maßstab und bewährte Verfahren auf diesem Gebiet stärker bekannt zu machen.

Toralf Nitsch, COO von Sun Invention: Damit fordere das EU-Parlament nicht nur die EU-Kommission zum Handeln auf, sondern auch die deutsche Bundesregierung, die bereits beschlossenen Ziele der EU im Bereich der dezentralen Energieversorgung und des Klimaschutzes umzusetzen: „Wir sind froh über die Unterstützung des EU-Parlaments, weil wir dadurch die Bestätigung erhalten haben, nicht von unserem Zielrichtung einer dezentralen, bürgernahen Energiewende abzurücken. Wir spüren Rückenwind.“

Das Unternehmen Sun Invention hat mit Plug & Save eine dezentrale Technologie zur Stromerzeugung im kleinsten Maßstab auf den Markt gebracht. Plug & Save kann sehr einfach u.a. am Balkon von Miets- und Eigentumswohnungen oder Wohnhäusern angebracht und betrieben werden. Sun Invention bezeichnet dies als „Energiewende für Jedermann“.

Die wesentlichen Maßnahmen im Überblick:

- Das EU-Parlament fordert die EU-Kommission auf, die potenziellen Kapazitäten der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab umfassend zu bewerten und die bewährten Verfahren in der EU sowie möglichen Auswirkungen einer flächendeckenden Einführung der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab auf den europäischen europäischen Energiebinnenmarkt und die Infrastruktur zu untersuchen.

- Das EU-Parlament fordert die Kommission und die Mitgliedsstaaten auf, sicherzustellen, dass die Stromerzeugung in kleinstem Maßstab ab dem Zeitraum 2014-2020 im Rahmen von EU-Fonds, einschließlich der Strukturfonds, förderungsfähig wird.

- Das EU-Parlament fordert, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmittel in die Stromerzeugung in kleinstem Maßstab zu investieren, um geeignete technische Lösungen und Anlagen zu entwickeln.

- Das EU-Parlament beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat, der Kommission und den Regierungen und Parlamenten der Mitgliedstaaten zu übermitteln.

Die gesamte Resolution ist hier zu finden: http://bit.ly/185WoPj

* Über Sun Invention Ltd.

Sun Invention entwickelt und vertreibt intelligente und einfache Photovoltaik-Systeme, die jedermann ermöglichen, an der Energiewende teilzuhaben. Mit „Plug & Save“ hat das Unternehmen das „Modernste Solarmodul der Welt“ erfunden – das System umfasst neben dem Solarmodul selbst, auch einen Wechselrichter, einen Controller und sogar einen integrierten Speicher. In Kombination mit einem intelligenten Montagesystem, lässt sich Plug & Save beispielsweise am Balkon, im Garten oder der Hausfassade installieren. Mit einem Plug & Save System (5 Module, 2 mit Speicher) realisierbar ist eine Reduktion der Stromrechnung um bis zu 25 Prozent.

Weitere Informationen: http://www.suninvention.com

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. September 2013 um 18:06 Uhr
 
Innovation: Forscher stellen Wasserstoff per Fotosynthese her - WiWo-green PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: 1A-Johann Sandler   
Montag, den 19. August 2013 um 08:38 Uhr

Von in Innovation — 17.06.2013 um 10:43

Es wäre die perfekte Energiequelle: Wenn man die Fotosynthese der Pflanzen kopieren und so Strom oder Treibstoffe herstellen könnte. Was nach Science-Fiction klingt, wollen derzeit mehrere Forscherguppen weltweit wahr machen.

Jetzt haben zum Beispiel erstmals australische Forscher Licht, Meerwasser und einen Katalysator genutzt, um Wasserstoff zu produzieren. Bei dem Katalysator handelt es sich um synthetisches Chlorophyll, also das Blattgrün, das in Pflanzen Sonnenlicht in Energie umwandelt.

Den Wissenschaftlern an der University of Wollongong im australischen New South Wales ist es gelungen, das Chlorophyll auf einer flexiblen Unterlage anzusiedeln. Darüber fließendes Salzwasser wird dadurch in Sauer- und Wasserstoff aufgespalten. Das Salz bleibt unangetastet.

Unter den Forschergruppen, die mit Hilfe der Fotosynthese Wasserstoff erzeugen wollen, nehmen die Australier für sich in Anspruch, die effektivste Technik entwickelt zu haben. Fünf Liter Wasser pro Tag reichten für die Versorgung eines Durchschnittshaushalt aus, einschließlich Elektroauto, behaupten sie.

Möglich sei auch der Bau von mobilen Anlagen zur Wasserstoffherstellung. Die Wissenschaftler denken vor allem an die Versorgung von Elektroautos mit Brennstoffzellen. „Irgendwann fahren wir allein mit Sonnenlicht und Meerwasser“, sagt Professor Gerry Swiegers, der das Forscherteam leitet. Bis es soweit ist, müsste die Wasserstoffunterlage allerdings erstmal industriel produziert werden.

 
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